Freitag, 13. Mai 2016

Elite:Dangerous - Explorer-Logbuch: Bis zum Rand...Tag 1 - 8

Ich habe beschlossen, mich wieder einmal ins Cockpit zu setzen.
Diesmal will ich zum Rand der Galaxis. Wenn man das Bild unten sieht, nach links, in Drehrichtung also. Randwärts in Richtung Zentaurusarm bin ich bereits gereist, aber irgendwann war die Sternendichte so niedrig, dass der nächste erreichbare Stern des Äußeren Arms außerhalb der max 32LJ-Sprungreichweite meiner ASP lag. Da hätte ich eine Anaconda haben müssen...


Startpunkt ist das System HIP 3587 am äußersten Rand der Blase.

Meine Planung sieht vor, zunächst einmal "Strecke zu machen". Für 1000 LJ plane ich 45 Minuten ein, 2000 LJ will ich am ersten Tag schaffen.
Ich mache erst einmal keine Detailscans der Systeme, nur Tankstops, wenn nötig. Da ich immer 1000 LJ plotten kann, habe ich einen Kurs in dieser Richtung gewählt: 949,43 LJ und 33 Sprünge. Abreise war der 23.03.16, 19:00 Uhr.

Tag 1

Der erste Tankstop erfolgt nach 9 Sprüngen an einer einsamen Sonne, der zweite Tankstop nach dem 15. Sprung und ich bin erst 16 Minuten unterwegs. Natürlich habe ich den Kurs nicht im Detail überprüft, sodaß ich nicht weiss, was mich unterwegs erwartet.
Kleine Überraschung nach dem 18.Sprung: Vor mir ein hellblauer Stern. Na prima B-Klasse, denke ich, achte nicht auf die Temperaturanzeige und denke mir gar nichts dabei, dass der so klein ist.
Rumms ! Notstop ! Hitze bei 91%...
Vor mir ein T-Tauri-Stern. Kann passieren, denke ich mir und springe weiter.
Im nächsten System erwartet mich ein dunkler L-Klasse-Stern und genau wie beim T-Tauri kann ich hier nicht tanken. Dumm, denn ich bin bei 30% Treibstoff.

Ein Blick auf meinen Kurs zeigt mir, dass ich geradewegs in ein dichtes Sternenfeld voller L- und Y-Sterne - braune Zwerge also - geraten bin. Hier gibt es keine Tankstelle. Zum Glück finde ich eine erreichbare G-Klasse und kann volltanken.
Weiter gehts.
Nach dem 24. Sprung bin ich wieder bei 40% und voraus nur L- und T- und Y-Sterne.
Langsam dämmert mir, dass mein Kurs sehr schlecht gewählt war.
Also wieder abgewichen und zur nächsten erreichbaren G-Klasse.
Ich wurstel mich noch 3 Sprünge weiter, habe aber aufgrund der Zeitverzögerung für heute die Lust verloren. Ich muß wohl den nächsten Tag vorausschauender plotten...

Fazit: 58 Minuten, 29 Sprünge, 857.57 LJ vom Startpunkt entfernt und schon läuft nichts wie geplant.

Tag 2

Heute habe ich vorsichtiger geplant und mich in zwei Etappen á 242,64 und 725,86 LJ mit 9 bzw 26 Sprüngen aus den nicht enden wollenden Regionen mit Braunen Zwergen herausmanövriert und halte jetzt Kurs auf den Nordamerika-Nebel.

Immer wieder las ich im E:D-Forum gar schröckliche Geschichten von Spielern, die sich beim Wiedereintritt zwischen zwei Sonnen wiederfanden und mit ihrem Schiff gegrillt wurden.
Elite-Latein...schon klar.
Umso größer die Überraschung, als mir gestern genau das widerfuhr.
Zum Glück war ich zu überrascht, um hektische Bewegungen zu machen und so bin ich ohne Hüllenschaden aus der Nummer herausgekommen.

Fazit: 58 Minuten, 35 Sprünge und 1401,56 LJ vom Startsystem entfernt.

Tag 3

Zwei Etappen in Richtung Nordamerika-Nebel, insgesamt 595,88 LJ in 21 Sprüngen in 36 Minuten. Wieder rush, rush, rush..
 
Da ganz hinten kann man ihn schon sehen...









Und dann nur noch wenige Lichtjahre Entfernung....


Alle Systeme durch die ich geflogen bin, waren bereits erforscht. Wenig verwunderlich, aber das wird sich nach Durchquerung des Nebels ändern.
1782 LJ vom Startpunkt entfernt.

Tag 4 

Nach Durchfliegen des Nordamerika-Nebels habe ich einen kurzen Abstecher in den nur 30 Lj entfernten Pelikannebel gemacht und bin dann direkt wie geplant weiter.
Vorgesehen waren knappe 880 LJ, aber schon nach der Hälfte hatte ich auf 100 LJ nur Braune Zwerge vor mir und noch Treibstoff für zwei Sprünge. Also Alternativkurs geplottet.
Zwischendurch habe ich interessante Systeme einem Detailscan unterzogen, denn hier draussen war vor mir noch niemand (es sei denn, er ist, so wie ich, nur durhcgeflogen). Und so habe ich dann insgesamt auch nur 747 LJ geschafft und mich in einem 4-fach-System mit zwei großen Gasriesen zur Nachtruhe begeben.
Fazit: 26 Sprünge, 747 LJ und 2486,38 LJ vom Startpunkt HIP3587 entfernt.

Tag 5

1266,08 LJ in 49 Sprüngen zurückgelegt. Zeit: 1 Stunde 10 Minuten.
Entfernung zum Startsystem: 3495,81 LJ.
Keine besonderen Vorkommnisse.

Tag 6

1572,72 LJ in 62 Sprüngen. Zeit 1 Stunde 19 Minuten.
Ereignislos.
Ich bin hier draussen ganz allein. Keines der durchflogenen Systeme wurde bislang erforscht. Langsam beginne ich, mich wirklich wie ein Explorer zu fühlen.

 Tag 7

Heute legte ich zwei Etappen von 980,04 und 929,70 LY in 39 bzw. 36 Sprüngen zurück. Unterwegs gab es bis auf 2 Ausnahmen nur Systeme in denen ich schon während des Scans und der Abkühlphase tanken konnte. Deshalb lag es für mich nahe, einen kleinen Rekordversuch in der zweiten Etappe zu starten. Pro Sprung eine Minute. Das ist gelungen und ich habe die 36 Sprünge in exakt 36 Minuten absolviert. Trotzdem habe ich mir zu Beginn und danach noch die Zeit für ein paar Detailscans genommen - 30 habe ich bislang nur gemacht - bei denen ich in einem System zwei Gasriesen mit Leben entdeckt habe. Geht doch.
Fazit: 1909,74 LY zurückgelegt, 1 Stunde 55 min Spielzeit. Ich bin jetzt 6677,07 LY vom Ausgangspunkt meiner Reise entfernt und habe damit die größte bisher zurückgelegte Entfernung zu meinem Heimatsystem erreicht.


Tag 8

Knappe 1000 LJ geplottet und auf der zweiten Hälfte der Strecke fast nur L- und Y-Sterne (in einer Doku habe ich gestern gesehen, dass es "Sterne" gibt, die eine Oberflächentemperatur von ca. 25°C aufweisen. Es sind die besagten Y-Sterne; im Prinzip übergroße Gasriesen).
"Main Tank drained" ist die Meldung, die man nicht hören will, wenn man gerade siebeneinhalbtausend Lichtjahre weit weg ist von zu Hause. Irgendwie habe ich mich dann doch durchgewurschelt, bin aber zweimal voll hineingeflogen. Hitzealarm, Hüllenschaden, Fluchtvektor suchen, während die Funken im Cockpit munter sprühen. Diese "Sterne" sind so klein, dass zwischen Wiedereintritt und Notstop 3 sec liegen. Das ist die Zeit, die man benötigt, um den Mund auf- und vor Schreck wieder zu zu klappen.

Da wo ich jetzt bin, immer hin schon ein gutes Drittel der Wegstrecke, stehen die Sterne ziemlich dicht, aber wie gesagt...schlecht, wenn man nicht tanken kann.

Zwei Kurzetappen habe ich noch drangehängt und das wars dann für den Tag:
1143,52 LJ in 44 Sprüngen; Zeit: 1 Stunde, 5 Minuten.





Künftig beschränke ich mich auszugsweise auf besondere Vorkommnisse und bemerkenswerte Orte, sonst wirds langweilig.
Zuletzt habe ich - urlaubs- und abwesenheitsbedingt - ohnehin Anfang April im Cockpit gesessen.
Aber wie schon erwähnt, bin ich eher der gemächliche Spieler.
Schließlich habe ich noch zwei, drei andere Dinge zu tun...